„Alte Herren“ überleben Sturm auf Norderney

Vom 28. bis 30. Oktober fuhren unsere „Alten Herren“ mit dem Samba Zug von Müller Reisen auf die Nordseeinsel Norderney. Trotz Windstärke 10, brausenden Wogen und heftigen Niederschlägen kamen alle 15 Norderney Touristen gesund ins Rheinland zurück. Dank viel Fisch und Bier fühlen sich die Jungs gestärkt für die nächsten Freundschaftsspiele und sehnen nun die Winterpause anbei. Hier ein paar Impressionen:

Reisebericht von Raimond Lindner:

Bevor die Uhren auf Winterzeit umgestellt wurden, zog es 15 hartgesottene Alte Herren noch rechtzeitig auf die liebliche Nordseeinsel Norderney. Bereits um 7:45 Uhr bestieg man am Freitag in Oberkassel die Regionalbahn zum eigentlichen Startbahnhof Köln. Die Vorfreude auf diese Mannschaftstour konnten alle Beteiligten sprichwörtlich riechen, denn schließlich wurde schon 12 Monate zuvor die Reservierung durch den unermüdlichen Abwehrstrategen Josef W. perfekt eingetütet. Kurz nach betreten der Regionalbahn wollten die meisten Teilnehmer den Tourstart auch schon erstmalig schmecken, und da vorsorglich ja ausreichend Proviant mitgenommen wurde, konnte auf Norderney frühzeitig angestoßen werden. In Köln auf Gleis 4 nach schier endlosen 63 Bahnminuten angekommen, war zwar der erste Hunger durch leckere Klewe-Mettbrötchen gestillt, da aber der eigens für diese Tour georderte Partyzug noch nicht in den Bahnhof einrollte, nutzte man kurzerhand die Wartezeit um den zweiten Frühstücksdurst zu löschen. Es war fast schon wie ein kleines Wunder, nachdem alle Teilnehmer ihre Tour-Sonnenbrillen für ein Erinnerungsfoto aufsetzten, blinzelte doch tatsächlich die Sonne in den Kölner Hauptbahnhof *wenn Engel reisen*. Nach nur fast 5 Liter frisch gezapften Gerstensaft konnte der Partyzug endlich ein erstes mal bestaunt werden. Die reservierten Zugabteile waren alle leer, sauber, und bestens durchgelüftet, was sich jedoch schon nach wenigen Minuten ändern sollte. Planmäßig wurden wir um 9:29 Uhr durch bestens geschultes Bahnpersonal für die humorvolle Fahrt nach Norderney freigegeben. Die mehrstündige Fahrt mit teils unterhaltsamer Partymusik verging fast wie im Flug, wozu sicherlich auch der mitgebrachte Proviant sein Übriges dazu tat. Ab und an wurden in unbedeutenden Bahnhöfen weitere Norderney-Freiwillige aufgenommen, sodass ab Meppen der Partyzug endgültig bis auf den letzten Platz gefüllt war (so Augenzeugen). Um 13:57 Uhr erreichte der stimmungsgeladene Partyzug den Zielbahnhof Norddeich Mole, es ging dann 327 Meter zu Fuß und komplett ohne fremde Hilfe, jedoch bestens gelaunt, auf das schon abfahrtbereite Sonderfährschiff. Nachdem dann endlich auch der letzte der geschätzten 1.500 Partygäste die XXL-Salzwasserfähre betreten konnten, hieß es schließlich und endgültig; Leinen los für Norderney!!! (… so die 3 Blödmannsgehilfen)
Auf Norderney eingeschifft wurde umgehend das adäquate Apart-Hotel Michel angesteuert, jedoch nicht bevor man sicherheitshalber nochmal in Ruhe bis 15 durchgezählt hatte. Die Hotelzimmer waren sehr schnell bezogen, sodass man sich im nahegelegenen Klabautermann umgehend wieder dem wesentlichen Tour-Ziel widmen konnte. Die vielen und zeitintensiven Gespräche, mit Anekdoten und unvergesslichen Storys der vergangenen 50 OFV-Jahre, wurden nicht wie man vielleicht meinen könnte ausschließlich im Klabautermann geführt, sondern auch bei einem frischluftüberfluteten Tagesspaziergang am windigen Strand und durch die unendliche Dünenlandschaft (O-Ton Ulli H.).
Die Stunden auf Norderney vergingen trotz pünktlicher Uhrumstellung wie in einem sehr guten Spielfilm. So musste man nach nur zwei viel zu kurzen Nächten, ein paar Fischbrötchen später, und einigen Stunden bei Tageslicht, schon am Sonntag wieder packen, um rechtzeitig die Sonderfähre nach Norddeich Mole besteigen zu müssen. Da bekanntlich echten Seebären auch ein Sturmtief Herwart nichts ausmacht, konnten wir die letzten 50 Hochseeminuten auf der stürmischen Nordsee (bis auf Thorsten K.) bestens überstehen. Dir Rückfahrt im kurzfristig renovierten Partyzug verlief eigentlich (oder???) in umgekehrter Reihenfolge wie die Hinfahrt, und Dank eines Getränkespontankaufs zweier AH-Rohdiamanten bei einem renommierten Lebensmittelhändler auf Norderney, musste zum Glück auch in Fahrtrichtung Süden keiner der OFV Alten Herren verdursten. Beim verlassen des Partyzugs im Kölner Hauptbahnhof konnte man jedenfalls nur in zufriedene AH-Gesichter blicken *datt wohr schöön*.
Etwas erschöpft, mit nur einem Fingerbruch, aber dennoch rundum satt und glücklich, konnten wir den Heimathafen Oberkassel am frühen Sonntagabend wieder erreichen. Man war sich schnell einig, auch wenn derzeit nur noch die ü50 einen AH-Spielbetrieb aufrecht hält, eine solche Tour sollte und muss unbedingt wiederholt werden. In diesem Sinne *ahoi*